Schreiben, schreiben, schreiben – Rückblick: 1. Quartal 2017

Mann auf Straße

Das erste Quartal des Jahres ist rum. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Wieso, weshalb, warum – ich das Ganze hier mache, habe ich schon in meinem Rückblick zu 2016 geschrieben.

Wie ich das Ganze in meinen Arbeitsalltag integriere? Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht! Du denkst dir vielleicht: Was willst du dir da groß überlegen? Hinsetzen, schreiben und ein paar nützliche Tipps raushauen!

Mal abgesehen von den Kniffen des Textens – ist das leichter gesagt als getan!

Ein Blog lebt von seiner Regelmäßigkeit. So weit war mir alles klar. Einmal in der Woche war und ist eine Verpflichtung, die ich gut einhalten kann. Somit beschloss ich, jede Woche einen neuen Artikel zu veröffentlichen. Dieser erscheint jetzt Donnerstags gegen 10:00 Uhr in der Früh.

Warum donnerstags? Die Wahrheit ist:

Es wäre wahrscheinlich sehr smart, wenn hinter dem Donnerstag eine ausgeklügelte Marketing-Strategie stecken würde? Aber das war so: Montags und Freitags wollte ich einfach nicht veröffentlichen. Warum? Bauchgefühl! Also suchte ich mir den Dienstag aus. Dienstag um 8:00 Uhr morgens.

Am Dienstag kam was dazwischen. Dann eben Mittwoch. Mittwoch ist auch gut. Aber auch Mittwoch ging der Tag schneller rum, als ich dachte. Und den ersten Beitrag hatte ich am Ende des Tages immer noch nicht veröffentlicht. War auch egal: Den Blog gab es noch nicht. Es konnte mir auch niemand schreiben, was mit dem heutigen Beitrag ist. Erleichterung! Aber Donnerstag. Yeah, Donnerstag ist gut. Am Donnerstag hat es geklappt. Donnerstag eine Woche später als geplant. Hust, Hust… Ach ja und es ist 10:00 Uhr anstatt 8:00 Uhr geworden.

Bevor es jetzt von Nachrichten wimmelt: Ich könne ja auch den Beitrag einpflegen und automatisch veröffentlichen lassen. Ich weiß! 😀 Zur Zeit empfinde ich es aber als angenehmes Ritual, den Text erst einzupflegen, wenn ich ihn veröffentliche. Dazu später mehr!

Wann schreibe ich meine Texte? Planung ist alles – Testen gehört aber auch dazu!

Am Anfang habe ich vorgeschrieben. Ich hatte für sieben Wochen Texte in der Schublade. Geschrieben habe ich, wann ich Zeit und Lust hatte. Ich hatte keinen Druck. Außer den, den ich mir selbst gemacht habe. Aber persönliche Deadlines können ja verschoben werden.

Ich startete den Blog und neue Texte mussten her.

Kein Problem. Sieben Wochen Zeit, um die nächsten Texte vorzuschreiben. Sieben Wochen. Da schreibe ich ja einen Roman. Habe ich gedacht. Den einen oder anderen Text habe ich in der Zeit auch geschrieben. Am Ende wurde es jedoch eher ein “ich habe ja noch 3 Tage Zeit“ ding.

Das ging so lange gut, bis ich wieder begann vorzuschreiben. Es gab einfach ein paar Momente, da wurde es arg knapp.

Alles ging von vorne los: Ich schrieb, wenn ich Zeit und Lust hatte. Die ersten zwei drei Artikel ging das ganz gut.

Mit der Zeit und Lust war es aber so eine Sache!

Irgendwie haben es die beiden nach kurzer Zeit geschafft, immer wieder aneinander vorbei zu laufen. Kein Problem: Deadlines sind da, damit man die Arbeit ein Tag vorher machen kann. Und am Ende habe ich ja immer noch 3 Tage Zeit.

Doch wirklich glücklich war ich damit nicht. Es hat sich einfach nicht gut angefühlt. Es machte so einfach keinen Spaß. Der Gedanke im Hinterkopf, ich muss da noch was erledigen, ist ätzend. Arbeit auf den letzten Drücker zu machen, ist ebenfalls sehr unbefriedigend.

Planung ist alles – Testen gehört aber auch dazu!

Ohne Plan vorschreiben funktionierte nur am Anfang gut. Sobald etwas dazwischen kam, waren Zeit und Motivation weg.

Deshalb musste ein Plan her. Einer, der sich in meinen Arbeitsalltag integrieren ließe.

Die Lösung: feste Schreibzeiten.  Ich schreibe jetzt jeden Tag mindestens 300 bis 500 Wörter. Ich plane die Zeit zum Schreiben fest in meinem Wochenplan mit ein. Wenn ich mehr Zeit und Lust habe, schreibe ich mehr. Wenn es einfach mal nicht passt, dann lasse ich es einen Tag auch mal aus.

Mit dieser Strategie fühle ich mich richtig wohl. Der Text ist Früh genug fertig. Meine Schreib-Zeit zu planen lässt mir genug Freiraum, gibt mir aber dennoch genug Sicherheit.

Warum ich lieber zeitnah schreibe und veröffentliche!

Ich bin ganz klar, ganz am Anfang meiner Blogger-Laufbahn. Das Thema des Blogs ist zwar vom Prinzip her sehr sachlich. Es geht darum, kleinen Unternehmer zu helfen: Mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Sichtbar zu werden. Mehr Kunden zu gewinnen. Trotzdem ist es eine sehr persönliche Angelegenheit. Denn es behandelt mein Herzens-Thema. Ich liebe meinen Job. Das Thema Marketing begeistert mich – jeden Tag aufs Neue.

Wertvolle Inhalte zu schreiben. Inhalte mit einer persönlichen Note. Inhalte, die gerne gelesen werden. Dazu gehört Übung. Die eigene Stimme zu finden, ist oft schwierig. Teilweise schwieriger als für fremde Menschen zu schreiben. Los lassen. Schreiben, wie man spricht. Puhhh. Herausforderung. Das ist an und für sich kein Problem. Einfach machen. Alles einwickelt sich. Der Schreibstil verändert sich laufend. Und das ist gut so. Wenn ich mir jetzt meinen ersten Blogtext ansehe (und der ist noch gar nicht so lange her), würde ich ihn anders schreiben. Ich würde ihn so nicht mehr veröffentlichen wollen. Wahrscheinlich würde ich dran rumschrauben. Ich würde ihn verschlimmbessern.

Vorsicht: Damit ist jetzt nicht gemeint, dass ich nichts davon halte, den Text etwas reifen zu lassen. Ihn später noch mal zu lesen. Und dann Verbesserungen vorzunehmen. Das macht sehr wohl Sinn.

Ich meine auch nicht, dass die Texte nicht mehr vorzeigefähig seien. Oder die Inhalte nicht mehr stimmen.

Nein. Ich würde jetzt vielleicht andere Wörter nehmen. Die Sätze anders gliedern, eine andere Struktur wählen. Anders formatieren! Und so weiter. Kleinigkeiten. Unterschiede, die wahrscheinlich niemand wahrnimmt. Außer mir. Ich aber auch wichtig finde. Alles andere bedeutet für mich Stillstand. Und „Stillstand ist Rückschritt und der erste Schritt ins Grab“ wie Reinhold Würth sagte.

Schauen wir nach vorne. Und sehen, was die Zukunft uns so bringt…

Bis Bald!

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn du ihn teilst. Danke!

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo,
    ja, Pascal, du sprichst mir aus der Seele! Ich hab dazu mal eine ganz praktische Frage (naja, eigentlich drei Fragen), die vielleicht ja auch andere erfahrene Blogger mit beantworten können:
    Was machst du, nachdem du deine 350 Worte geschrieben hast? Radikal aufhören für den Tag? Und ist das dann bei dir ein fertiger Beitrag? Oder setzt du dich am nächsten Tag wieder an genau diesen Beitrag?
    Ich schaffe es locker, innerhalb von weniger als einer Stunde 350 bis 400 Wörter zu schreiben. Aber allein die Tatsache, dass ich dann so ein Puzzleteilchen und nix Ganzes fertig habe, macht es mir am nächsten Tag nicht grade leichter. Wie ist da deine (eure) Erfahrung?

    1. Hallo Antje,

      meine Blogbeiträge sind meist etwa zwischen 800 bis 1200 Wörter lang. Wenn ich dann mit 300 -500 Wörter unterbreche, habe ich nur einen Teil meines Beitrages. Ich schreibe ihn dann am nächsten Tag weiter. Für mich funktioniert das ganz gut. 🙂

      Radikal höre ich nicht auf. Deshalb habe ich mir den Rahmen von 200 Wörter gelassen. Ich mache dann da Schluss, wo es für mich passt. Es kann auch mal bei 298 Wörter sein, wenn das gerade das Ende des Abschnittes ist. Oder aber auch bei 600. Generell ist das nur ein Mindestmaß für mich. Wenn ich im Flow bin und Zeit habe, schreibe ich ihn auch gerne zu Ende.

      Ich kann mich aber mit den Teilzielen besser motivieren. Und egal was an Aufgaben dazwischen kommt: Es ist für mich wesentlich leichter eins, zwei Stunden am Tag freizuschaufeln, als drei bis fünf.

      Wie lang sind den deine Beiträge in der Regel? Und hast du eine Routine bzw. feste Schreibzeiten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*