Was ist Marketing?

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Wenn von Marketing die Rede ist, dann wird im allgemeinen Sprachgebrauch meistens die Werbung gemeint. Flyer, Anzeigen, Werbespots, Briefsendungen, Webseiten, usw.

Die Werbung selbst ist aber nur ein Teil deines Marketings. Insgesamt spricht man im Dienstleistungssektor von sieben Bereichen. Und die Werbung gehört zum Teilbereich Kommunikation (Promotion).

Weitere Bereiche sind Produkt, Distribution, Personal, Ausstattung und Prozesse. Die englischen Fachbegriffe lauten Product, Price, Promotion, Place, Personal, Physical Facilities, Process. Auch die 7 P des Marketings genannt.

Im Produktmarketing wird in 4 Teilbereiche gegliedert. Dann ist die Rede von den 4 P des Marketings.

Die Ps werden auch Politikfelder genannt. Sie dienen zur verbesserten Planung deiner Marketingstrategie. An ihnen kannst du festlegen: Wo du stehst und wo du hin willst? Wo liegen deine Schwerpunkte? Wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Die 7 P des Marketings bilden die Basis.

Produkt – Die Produktpolitik

Bei der Produktpolitik geht es um dein Angebot. Es umfasst alle Maßnahmen, die mit deiner Dienstleistung zu tun haben. Von der Entstehung deines Angebots bis zur Ausführung! Kosten, die dafür entstehen. Vielleicht bist du Masseur und du benötigst ein besonderes Massage-Öl. Als Coach brauchst du eventuell Hilfsmittel. Oder du bist Fitnesstrainer und musst dir Fitnessgeräte anschaffen, um dein Angebot zu gestalten.

Personal – Die Personalpolitik

Du schaffst nicht alles alleine? Du benötigst Personal? Jemand der dich unterstützt? Und sei es nur bei der Planung, dem Papierkram oder sonstigen Bestandteilen deines Business? Damit beschäftigt sich die Personalpolitik. Hier fließen Dinge, wie Entlohnungspolitik oder die Bedarfsanalyse mit ein. Aber auch Bestandteile, wie Personalbindung, Dienstleistungsqualität und Qualifizierungsmaßnahmen.

Physical Facilities, die Ausstatungspolitik

Das Erscheinungsbild und die physische Ausstattung eines Dienstleister spielen eine wichtige Rolle. Es prägt das Bild des Unternehmers. Die Eindrücke, die hinterlassen werden, sind entscheidend für die Beurteilung des Kunden.

Hier kannst du eine Querverbindung zum Produkt ziehen. Passt das Erscheinungsbild und die Ausstattung zu deiner Dienstleistung?

Process – Die Prozesspolitik

Die Prozesse innerhalb deiner Unternehmung sollten klar organisiert sein. Wie verläuft das Beschwerdemanagement, die Abwicklung der Rechnungen oder die Planung der Auftragskoordination? Planung, Beschreibungen und Dokumentation gehören zur Prozesspolitik.

Price – Die Preispolitik

Es geht natürlich auch ums Geld verdienen. Der Preis hat eine Wichtige Rolle in deiner Planung. Du musst Kosten ermitteln, deine Preise kalkulieren und dir eine passende Strategie überlegen. Und diese dann mit der Konkurrenz vergleichen.

Place – Distributionspolitik

Wie vertreibst du deine Dienstleistung? Über eine Webseite? Telefonakquise? Vermittlung über Provisionsbasis? Und wo vertreibst du es? Im Internet? Lokal? Überregional? Bist du in mehreren Städten unterwegs? Landesweit? Europaweit? Auch für diese Themen gilt es, die richtige Strategie zu wählen.

Promotion – Die Kommunikationspolitik

Zur Kommunikationspolitik gehören alle Bereiche, die wir unter Werbung verstehen. Flyer, Anzeigen, Werbespots, Briefsendungen, Webseiten, Online-Marketing, Werbeplanung und vieles mehr. Außerdem die Corporate Identity.

Die Mischung dieser 7 Teilbereiche nennt man Marketing-Mix.

Was ist Marketing und welches Ziel hat es?

Marketing sind alle Maßnahmen zu Erhöhung deines Umsatzes. Und zwar so, dass dein Kunde im Mittelpunkt deiner Aktivitäten steht. Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe zu erfüllen.

Bedürfnisse entstehen aus dem Gefühl eines Mangels. Wenn du Hunger hast, hast du den Wunsch zu essen. Du hast Durst? Dann möchtest du trinken. Bist du Müde? Dann möchtest du schlafen.

Essen, Trinken und Schlafen sind lebensnotwendige Bedürfnisse. Sie werden deshalb auch als Existenzbedürfnis bezeichnet.

Neben dem Existenzbedürfnis gibt es noch weitere Bedürfnisse.

Der Wunsch ins Kino zu gehen, ein Buch zu lesen, zu reisen usw. nennt man Kulturbedürfnis.

Der Bedarf, der über das übliche Maß hinausgeht, ist der Luxusbedarf.

Die genannten Bedürfnisse umfassen unzählige Wünsche, die alle von einer einzigen Person ausgehen. Deshalb werden sie auch Individualbedürfnisse genannt. Das gemeinschaftliche Bedürfnis einer Gruppe (Gemeinde, Verein etc.) nennt man Kollektivbedürfnis.

Dein Marketing-Mix sind die Berührungspunkte zwischen dir und deinen Kunden. Du steuerst die einzelnen Elemente der 7 P, sodass sie zu den Bedürfnissen deiner Zielgruppe passen.

Warum du deinen Markt aufteilen solltest!

Mit deinem Angebot trittst du dann in den Markt.

Wenn du den Begriff Markt hörst, denkst du wahrscheinlich an einen Wochen-, Super- oder Flohmarkt. Als Nächstes fallen dir dann eventuell Begriffe, wie Arbeits- oder Wohnungsmarkt ein. In der Wirtschaft wird der Ort als Markt bezeichnet, an dem Nachfrage und Angebot zusammentreffen. Der Anbieter versucht sein Angebot zu verkaufen. Und der Nachfrager versucht sein Bedürfnis zu befriedigen. Der Anbieter strebt dabei nach dem größtmöglichen Gewinn. Der Nachfrager nach dem größtmöglichen Nutzen. In vielen Bereichen ist dieser Ort „Markt“ nur noch fiktiv zu betrachten. Denn einen Ort, wo du auf Arbeitskräfte triffst und der sich Arbeitsmarkt nennt, wirst du eher nicht finden. 😉

Die Aufteilung eines großen Marktes in kleine Teilmärkte wird in der Wirtschaft Marktsegmentierung genannt. So ist der Markt für Coaching-Angebote der Hauptmarkt und zum Beispiel Business-Coaching ein Teilmarkt (Marktsegment).

Eine Spezialisierung innerhalb deines Marktsegments ist dann deine Nische. Bei dem Beispiel des Business Coach könntest du dich auf Zeitmanagement (Stressmanagement, Organisationsmanagement, Führungskompetenzen, etc.) spezialisieren.

Marktformen: Je nach Blickwinkel kann der Markt weiterhin gegliedert werden. Eine weitere wichtige Einteilung für deine Strategie ist die Gliederung des Marktes nach der Anzahl der Anbieter und Nachfrager.

Gibt es in deinem Markt unzählige Anbieter und Nachfrager ist die Rede von polypolistischem Markt. (poly = viel)

Märkte, bei denen auf beiden Seiten nur wenige Anbieter und Nachfrager auftreten, wird in der Wirtschaft oligopolitische Märkte gennant. (olig = wenige)

Gibt es jedoch auf einer der beiden Seiten oder auf beiden Seiten nur ein Marktbeteiligter, dann ist das ein monopolistischer Markt.

In den Lehrbüchern findest du noch einige Zwischenformen, die ich hier jetzt bewusst weglasse. Es ist nur wichtig, dass du darauf achtest, wie viele Konkurrenten du hast. Und wie hoch die Nachfrage für dein Angebot ist.

Du kannst den Markt ebenfalls nach der Preisbildung gliedern. Auf einem vollkommenen Markt gibt es einen einheitlichen Preis für ein bestimmtes Angebot. Und in einem unvollkommenen Markt gibt es unterschiedliche Preise.

Des Weiteren findet eine Segmentierung nach Käufergruppen statt. Als Business-Coach kannst du dich zum Beispiel auf das mittlere Management fokussieren. Du solltest aber noch andere Merkmale deiner Zielgruppe festlegen.

Wichtige Merkmale deiner Käufergruppe/Zielgruppe sind:

Geografisch – wo kommt er her, wie wohnt er?

Soziodemografisch – Angaben zur Person und Familie.

Psychografisch – seine Wünsche, Bedürfnisse und Probleme.

Konsumverhalten – wie ist sein Kaufverhalten und sein Markenbewusstsein?

Vorteile der Marktsegmentierung, Zielgruppe und deiner Nische!

Kleinere Märkte machen dein Bereich überschaubarer. Du kannst Veränderungen schneller und besser wahrnehmen. Und so zeitnah auf diese reagieren.

Du erzielst ein hohes Maß an Übereinstimmung zwischen den Bedürfnissen deiner Zielgruppe und deinem Angebot.

Dadurch kannst du deine Marketingaktivitäten zielgenau auf deine Käufergruppe ausrichten. Du sparst Zeit und Kosten, da du dein Marketingbudget viel wirkungsvoller einsetzen kannst.

Die Nischenbildung sorgt dafür, dass du dir wesentlich schneller einen Expertenstatus aufbauen kannst. In kleinen Teilmärkten und Nischen ist die Nachfrage zwar geringer, dafür gibt es aber auch weniger Konkurrenz.

Die Einteilung in die Marktformen hilft dir, deine Preisstrategie festzulegen.

Wichtig: Die Beschreibung deiner einzelnen Segmente, Käufergruppen und Marktformen sind nicht in Stein gemeißelt. Du solltest sie in regelmäßigen Abständen überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Fazit: warum du eine Marketingstrategie brauchst!

Alle Marketingstrategien haben ein großes Ziel: Deinen Absatz zu erhöhen. Unter Absatz versteht man, die Menge deines verkauften Angebots.

Marketing geht über den Bereich der Werbung hinaus. Im Dienstleistungssektor wird Marketing in sieben Bereiche unterteilt. Auch die 7 P des Marketings genannt. (Im Produktmarketing sind es 4 P).

Es geht darum, dass du die 7 P an die Bedürfnisse deiner Zielgruppe anpasst. Eine hohe Übereinstimmung steigert das Vertrauen und die Kundenbindung. Die Einteilung in die 7 Ps unterstützt die Planung deiner Marketingstrategie. Du kannst prüfen, ob alle einzelnen Elemente zueinanderpassen. Und ob diese wiederum mit deinem Segment, deiner Nische oder deiner Käufergruppe harmonieren.

Die Marktsegmentierung, hilft dir ebenfalls dich auf einem überschaubaren Markt klar zu positionieren. Du kannst deine Marketingstrategie klarer ausrichten. Was dir Zeit und Geld einspart. Denn je unspezifischer dein Markt und deine Käufergruppe, desto weniger potenzielle Kunden wirst du erreichen.

Nachwort: ein paar Zeilen zur Marketingpraxis!

Was Marketing ist und was alles dazugehört: Ist gar nicht so einfach in einem Blogartikel zusammenzufassen. Es gibt sicher eine Menge Experten, die das eine oder andere bemängeln würden. Mir ist es allerdings wichtig, dass du das Grundprinzip verstehst. Ein Gefühl dafür bekommst, was du alles bedenken musst. Wo du eventuell Nachsteuern kannst, wenn es mit der Sichtbarkeit nicht so läuft, wie du es dir vorstellt. Das muss nicht zwingend daran liegen, dass du nicht laut genug im Markt auftrittst. Oder dein Design nicht stimmt. Oder es liegt doch genau daran!? Aber um das festzustellen, musst du erst mal wissen, wo die Stellschrauben liegen. Wo du überall Nachsteuern kannst.

Und du musst wissen, was überhaupt der Zweck deines Marketings ist. Und wie du diesen Zweck am besten erfüllst. Nämlich indem du die Bedürfnisse deiner Zielgruppe decken kannst.

Löse Probleme. Erfülle Wünsche. Decke Bedürfnisse.

Wichtig ist es, dass du dich von dem löst: was du glaubst, was deine Zielgruppe gebrauchen könnte. Und zu dem kommst, dass du weist, was deine Kunden möchten. Dazu musst du deine Zielgruppe kennen. Und genau hier sehe ich immer wieder den Knackpunkt. Zu viele kleine Unternehmer haben keine klare Zielgruppe. (Übrigens, das geht nicht nur kleine Unternehmen so 😉 ) Sie wollen alle bedienen. Coaching für Beziehung, Business, für Eltern – Berater für alles. Sie bieten einfach alles für jeden an. Und selbst, wenn sie ihren Markt segmentieren, ist die Käufergruppe riesig.

Ein weiterer Knackpunkt: eine Brücke zwischen Kundenbedürfnisse und deinen eigenen zu schlagen. Und sich dabei nicht zu verbiegen. Authentisch zu bleiben. Zu viel von dir in deiner Unternehmens-Identität kann dein Geschäft genauso schaden, wie zu wenig.

Wie oft Unternehmen in ihren Designs Elemente haben möchten, weil sie etwas ganz toll finden? Oft! Ganz egal, ob Webseite, Flyer, Visitenkarte oder das gesamte Corporate Design. Ob es sonst zum Unternehmen passt oder die Zielgruppe anspricht? Egal! Beratung (oft, nicht immer und nicht bei allem) Fehlanzeige. Von den Feinheiten der Designgrundlagen mal abgesehen! Denn Geschmack ist subjektiv und bei seinen persönlichen Vorlieben helfen auch die fachlichen Argumente nicht immer.

Und ich spreche aus eigener Erfahrung.

Lange vor meiner Ausbildung mit dem Schwerpunkt Marketing, führte ich eine Kampfsportschule. Marketing? Grausam! Es fing schon mit den Firmen-Namen an. Zielgruppe? Ich wollte jeden! Hatte ich Menschen in meinen Bekanntenkreis, die mich beraten haben? Ja! Habe ich gehört? Nein!

Aber es ist auch gar nicht schlimm! Du kannst auch so Erfolg haben. Es muss nicht immer alles Perfekt sein. Und manchmal ist es auch perfekt, weil es ist, wie es ist! Was passiert aber, wenn nicht? Dann musst du eben eine Brücke schlagen, zwischen deinen eigenen Vorstellungen und denen deiner Zielgruppe. Und zwar so, dass du: Authentisch bleibst, dich damit wohlfühlst und hinter deinen Marketingaktivitäten stehen kannst. Besonders im Dienstleistungssektor ist die eigene Persönlichkeit ein wichtiger Bestandteil. Aber nur weil du in deiner Freizeit nichts lieber tust, als Krabben zu beobachten, musst du das nicht in deinem Marketing mit einfließen lassen. Beziehungsweise kann es dann schon mal sein, dass du deine Zielgruppe damit nicht ansprichst. Oder wenn du deine Zielgruppe auf Krabbenliebhaber auslegst, schwindend klein (bis nicht vorhanden) bleibt.

Wenn du noch Fragen zum Thema Marketing oder dem Beitrag hast, dann hinterlass mir doch einfach ein Kommentar!

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